Monatsanalysen · Oktober 2026
Oktober 2026: Wer auf dem E-Scooter sitzt, wer auf dem Pedelec, und wann die Polizei Betrunkene erwischt
Von Mathias Ziegler · 3. November 2026 · Datenstand 03.11.2026, 18:15 Uhr · Methodik · Daten
Auf dem E-Scooter sind die Genannten im Median 23 Jahre alt, auf dem Pedelec 51, als Fußgänger 60. Ein Drittel aller E-Scooter-Meldungen nennt Alkohol. Und die 1.127 Promillewerte eines halben Jahres zeigen: Die meisten Alkoholfahrten erwischt die Polizei nicht am Montagmorgen, sondern am Abend zwischen 18 und 24 Uhr. Dazu der Oktober in Zahlen: 6.517 Meldungen, eine Störung in Brandenburg und ein korrigierter September.
Wer auf dem E-Scooter sitzt und wer auf dem Pedelec
Polizeimeldungen nennen fast immer das Alter der Beteiligten, oft das Fahrzeug und über die Grammatik auch das Geschlecht: „ein 24-jähriger E-Scooter-Fahrer“, „eine 61-Jährige mit ihrem Pedelec“, „Radfahrer (54)“. Für diese Ausgabe hat TICKERKARTE 9.360 Verkehrsmeldungen von Mai bis Oktober 2026 daraufhin ausgewertet. In 4.585 davon ließ sich mindestens eine Person mit Alter eindeutig einem Verkehrsmittel zuordnen; zusammen sind das 5.631 Nennungen. Wie die Zuordnung funktioniert und wo sie Grenzen hat, steht am Ende dieser Ausgabe.
Das Ergebnis ist ein Altersprofil der Straße, wie es die Pressestellen beschreiben. Es ist keine Unfallstatistik: Gezählt wird, wer in einer Meldung vorkommt, ob verunglückt, kontrolliert oder nur beteiligt.
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<figure> <img src="https://tickerkarte.de/analysen/2026-10/grafik/alter-fahrzeug.svg" alt="Wie alt die Genannten sind — nach Verkehrsmittel — Oktober 2026" width="680" style="max-width:100%;height:auto"> <figcaption>Quelle: <a href="https://tickerkarte.de/analysen/2026-10">TICKERKARTE, Monatsanalyse Oktober 2026</a> (CC BY 4.0)</figcaption> </figure>
E-Scooter sind ein Jugendphänomen. Wer in einer Polizeimeldung auf einem E-Scooter sitzt, ist im Median 23 Jahre alt; die mittlere Hälfte liegt zwischen 17 und 39. Jede zweite Nennung betrifft eine Person unter 25, nur jede hundertste eine über 65. Kein anderes Verkehrsmittel hat ein so junges Profil, auch nicht das Motorrad, das mit Kleinkrafträdern und Mopeds ab 15 Jahren einen Median von 32 erreicht.
Das Pedelec ist nicht das Seniorenrad. Die Pedelec-Nennungen liegen im Median bei 51 Jahren, das normale Fahrrad bei 46. Über 65 ist auf dem Pedelec jede vierte genannte Person (24 Prozent), auf dem Fahrrad jede fünfte (22 Prozent), im Pkw ebenso (23 Prozent). Das Pedelec ist in den Meldungen also ein Rad für alle Altersgruppen, mit einem Schwerpunkt in der Lebensmitte, nicht im Ruhestand. Die amtliche Statistik sagt etwas anderes, und beides stimmt: Unter den 2025 getöteten Pedelec-Fahrenden waren 67,3 Prozent 65 oder älter (Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 27. April 2026). Ältere Menschen kommen auf dem Pedelec nicht häufiger in Meldungen vor, aber wenn sie verunglücken, enden die Unfälle häufiger tödlich.
Die Alten sind zu Fuß unterwegs. Das höchste Alter haben die Fußgängerinnen und Fußgänger in den Meldungen: Median 60, fast jede zweite Nennung (45 Prozent) betrifft eine Person über 65. Und sie tragen das größte Risiko: In 29,7 Prozent der Meldungen mit einer genannten Fußgängerin oder einem Fußgänger geht es um schwere oder tödliche Verletzungen. Bei Motorrädern sind es 19,5 Prozent, bei Pkw 9,5, bei E-Scootern 6,8 Prozent. Die gefährdetste Gruppe im Verkehr der Polizeimeldungen ist nicht der junge Mann auf dem E-Scooter, sondern die alte Frau am Zebrastreifen.
Männer überall, außer zu Fuß. Von den Nennungen, deren Geschlecht die Grammatik verrät, sind auf dem Lkw 98 Prozent männlich, auf dem Motorrad 85, auf dem E-Scooter 77, auf dem Pedelec 69, auf dem Fahrrad 68 und im Pkw 63 Prozent. Nur bei den Fußgängern kippt das Verhältnis: 47 Prozent männlich, 53 Prozent weiblich. Das Statistische Bundesamt meldete am 2. November 2026, dass 73,6 Prozent der 2025 im Straßenverkehr Getöteten Männer waren. Die Meldungen zeigen dasselbe Muster, bevor etwas passiert ist.
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<figure> <img src="https://tickerkarte.de/analysen/2026-10/grafik/alkohol-fahrzeug.svg" alt="Anteil der Meldungen, die Alkohol nennen — nach Verkehrsmittel — Oktober 2026" width="680" style="max-width:100%;height:auto"> <figcaption>Quelle: <a href="https://tickerkarte.de/analysen/2026-10">TICKERKARTE, Monatsanalyse Oktober 2026</a> (CC BY 4.0)</figcaption> </figure>
Ein Drittel der E-Scooter-Meldungen nennt Alkohol. 32,8 Prozent der Meldungen mit einer E-Scooter-Nennung enthalten Alkohol, Promille oder „betrunken“. Beim Fahrrad sind es 15,7 Prozent, im Pkw 15,1, beim Pedelec 13,1, beim Motorrad 3,6 Prozent. Hier liegt der Unterschied zur Unfallstatistik offen: Das Bundesamt zählt Alkohol bei 10,9 Prozent der 2025 verunglückten E-Scooter-Fahrenden (Pressemitteilung vom 16. Juli 2026). Polizeimeldungen enthalten aber nicht nur Unfälle, sondern auch Kontrollen, und eine Kontrolle mit 1,4 Promille auf dem E-Scooter ist für Pressestellen eine Meldung wert. Dazu passt die Tageszeit: 29,3 Prozent der E-Scooter-Meldungen mit minutengenauer Tatzeit spielen zwischen 22 und 6 Uhr, beim Pkw sind es 14,5 Prozent, beim Fahrrad 8,8 Prozent.
Wo die Zahlen mit der Statistik übereinstimmen. Das Bundesamt gibt für die 2025 verunglückten E-Scooter-Fahrenden 53,6 Prozent unter 25 Jahren an, 83,7 Prozent unter 45 und 3,1 Prozent ab 65. Die Meldungen liegen bei 52, 85 und 1 Prozent. Zwei ganz verschiedene Erhebungen, dasselbe Bild. Das spricht dafür, dass die Pressestellen beim Alter nicht auswählen, sondern einfach nennen, wer da war.
| Verkehrsmittel | Nennungen | Median (Jahre) | mittlere Hälfte | unter 25 | 65 und älter | männlich* | Alkohol genannt | schwer verletzt / tödlich | nachts (22–6 Uhr) |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| E-Scooter | 379 | 23 | 17–39 | 52 % | 1 % | 77 % | 32,8 % | 6,8 % | 29,3 % |
| Motorrad, Kleinkraftrad | 498 | 32 | 20–53 | 38 % | 7 % | 85 % | 3,6 % | 19,5 % | 7,4 % |
| Pkw | 3.093 | 46 | 30–63 | 15 % | 23 % | 63 % | 15,1 % | 9,5 % | 14,5 % |
| Fahrrad | 1.022 | 46 | 32–62 | 16 % | 22 % | 67 % | 15,7 % | 11,8 % | 8,8 % |
| Lkw | 184 | 47.5 | 37–58 | 5 % | 5 % | 98 % | 6,8 % | 12,5 % | 7,6 % |
| Pedelec | 187 | 51 | 37–64 | 13 % | 24 % | 69 % | 13,1 % | 11,5 % | 14,3 % |
| Fußgänger | 268 | 60 | 36–78 | 13 % | 45 % | 47 % | 3 % | 29,7 % | 9 % |
* grammatisches Geschlecht der Nennung („ein 24-Jähriger“, „eine Radfahrerin“), Anteil an den bestimmbaren Nennungen. Alkohol, Verletzung und Tatzeit beziehen sich auf die Meldung, in der die Person vorkommt.
Was die Zahlen nicht sagen. Sie sagen nichts über das Risiko je gefahrenen Kilometer, weil niemand weiß, wie viele 23-Jährige E-Scooter fahren. Sie sagen nichts über Schuld; wer genannt wird, hat nicht unbedingt verursacht. Und sie hängen an der Meldepraxis: Pressestellen schreiben über Kontrollen, über Unfälle mit Verletzten, über Kurioses, nicht über jeden Blechschaden. Die Altersangaben selbst sind verlässlich, sie stehen so in der Meldung.
Die Promille-Woche
In den Meldungen von Mai bis Oktober stehen 1.127 Promillewerte. Je Meldung zählt der höchste Wert, weil Kontrolle und Blutprobe oft zwei Zahlen für dieselbe Person liefern. 78 Prozent stammen aus Verkehrsmeldungen, der Rest aus Gewalt- und sonstigen Meldungen, etwa wenn jemand mit 2,5 Promille randaliert.
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<figure> <img src="https://tickerkarte.de/analysen/2026-10/grafik/promille-klassen.svg" alt="Gemessene Promillewerte — Oktober 2026" width="680" style="max-width:100%;height:auto"> <figcaption>Quelle: <a href="https://tickerkarte.de/analysen/2026-10">TICKERKARTE, Monatsanalyse Oktober 2026</a> (CC BY 4.0)</figcaption> </figure>
Der Mittelwert liegt bei 1,63 Promille, der Median bei 1,60. Acht von zehn Werten liegen bei 1,1 oder höher, der Grenze der absoluten Fahruntüchtigkeit im Kraftfahrzeug; jeder zweite bei 1,6 oder mehr, ab der auch Radfahrende als absolut fahruntüchtig gelten und eine medizinisch-psychologische Untersuchung droht. 313 Werte liegen bei 2,0 und darüber, 39 bei 3,0 und mehr. Der höchste gemeldete Wert des Halbjahres: 4,4 Promille.
| Promille | Werte | Anteil | Bedeutung |
|---|---|---|---|
| unter 0,5 | 35 | 3 % | unter der 0,5-Grenze |
| 0,5 bis unter 1,1 | 196 | 17 % | Ordnungswidrigkeit beim Kraftfahrzeug (ab 0,5) |
| 1,1 bis unter 1,6 | 313 | 28 % | absolute Fahruntüchtigkeit beim Kraftfahrzeug (ab 1,1) |
| 1,6 bis unter 2,0 | 270 | 24 % | absolute Fahruntüchtigkeit auch beim Fahrrad (ab 1,6), MPU |
| 2,0 bis unter 3,0 | 274 | 24 % | |
| 3,0 und mehr | 39 | 3 % | schwere Vergiftung möglich |
Werte unter 0,5 sind selten (35), obwohl sie beim Kraftfahrzeug bereits mit Fahranfängern oder Ausfallerscheinungen relevant werden. Das ist Meldepraxis: Eine Pressestelle schreibt über den Fall mit 2,1 Promille, nicht über den mit 0,4.
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<figure> <img src="https://tickerkarte.de/analysen/2026-10/grafik/promille-stunden.svg" alt="Um welche Uhrzeit Alkoholfahrten gemeldet werden — Oktober 2026" width="680" style="max-width:100%;height:auto"> <figcaption>Quelle: <a href="https://tickerkarte.de/analysen/2026-10">TICKERKARTE, Monatsanalyse Oktober 2026</a> (CC BY 4.0)</figcaption> </figure>
Nicht der Montagmorgen, sondern der Abend. 685 Werte tragen eine minutengenaue Tatzeit. Die Spitze liegt zwischen 18 und 24 Uhr: Allein die Stunde ab 22 Uhr bringt 66 Fälle, die Stunden ab 20 und ab 23 Uhr je 55. Die Nacht bleibt hoch bis 2 Uhr, dann fällt die Kurve. Der Morgen, an dem der Restalkohol vom Vorabend auffallen müsste, ist dagegen ruhig: Zwischen 5 und 10 Uhr liegen zusammen 58 Werte, 8,5 Prozent. Die niedrigste Stunde ist die ab 10 Uhr mit neun Fällen.
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<figure> <img src="https://tickerkarte.de/analysen/2026-10/grafik/promille-woche.svg" alt="Wochentag und Tageszeit der gemeldeten Alkoholfahrten — Oktober 2026" width="680" style="max-width:100%;height:auto"> <figcaption>Quelle: <a href="https://tickerkarte.de/analysen/2026-10">TICKERKARTE, Monatsanalyse Oktober 2026</a> (CC BY 4.0)</figcaption> </figure>
Über die Woche verteilt liegt der Sonntag vorn (118 Werte), gefolgt von Dienstag (112) und Donnerstag (104). Der Sonntag sammelt die Samstagnacht ein, weil die Tatzeit nach Mitternacht auf den Sonntag fällt. Überraschend ist der Freitag mit nur 69 Werten, dem niedrigsten Wochentag. Beim Mittelwert liegt der Mittwoch mit 1,76 Promille vorn, der Montag mit 1,51 hinten; die Unterschiede zwischen den Tagen sind klein und bei rund hundert Werten je Tag nicht belastbar.
| Wochentag der Tatzeit | Werte | Mittelwert |
|---|---|---|
| Montag | 92 | 1,51 ‰ |
| Dienstag | 112 | 1,66 ‰ |
| Mittwoch | 100 | 1,76 ‰ |
| Donnerstag | 104 | 1,59 ‰ |
| Freitag | 69 | 1,59 ‰ |
| Samstag | 90 | 1,64 ‰ |
| Sonntag | 118 | 1,65 ‰ |
Radfahrende haben die höchsten Werte, E-Scooter-Fahrende die niedrigsten. 126 Promillewerte gehören zu Radfahrenden, im Mittel 1,89; 17 zu Pedelec-Fahrenden, im Mittel 1,74; 267 zu Pkw-Fahrenden, 1,44; 102 zu E-Scooter-Fahrenden, 1,36. Das ist kein Beleg dafür, dass Radfahrende mehr trinken. Es ist das Recht: Auf dem Fahrrad beginnt die Strafbarkeit erst bei 1,6 Promille, sofern keine Ausfallerscheinungen vorliegen; darunter gibt es für die Polizei wenig zu melden. Der E-Scooter dagegen gilt als Kraftfahrzeug, dort wird ab 0,5 Promille geahndet, und die Pressestellen melden entsprechend früher. Nach Alter liegen die 25- bis 44-Jährigen mit 1,63 vorn, die unter 25-Jährigen mit 1,29 hinten.
| Verkehrsmittel | Werte | Mittelwert | Median |
|---|---|---|---|
| E-Scooter | 102 | 1,36 ‰ | 1,40 ‰ |
| Pkw | 267 | 1,44 ‰ | 1,36 ‰ |
| Fahrrad | 126 | 1,89 ‰ | 1,82 ‰ |
| Pedelec | 17 | 1,74 ‰ | 1,80 ‰ |
| Lkw | 11 | 1,91 ‰ | 1,70 ‰ |
| Alter unter 25 | 84 | 1,29 ‰ | |
| Alter 25 bis 44 | 238 | 1,63 ‰ | |
| Alter 45 bis 64 | 173 | 1,59 ‰ | |
| Alter 65 und älter | 44 | 1,34 ‰ |
Der Oktober in Zahlen
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<figure> <img src="https://tickerkarte.de/analysen/2026-10/grafik/verlauf.svg" alt="Erfasste Polizeimeldungen je Monat — Oktober 2026" width="680" style="max-width:100%;height:auto"> <figcaption>Quelle: <a href="https://tickerkarte.de/analysen/2026-10">TICKERKARTE, Monatsanalyse Oktober 2026</a> (CC BY 4.0)</figcaption> </figure>
Im Oktober erfasste TICKERKARTE 6.517 veröffentlichte Polizeimeldungen aus 383 Orten in 149 Kreisen. Das ist die höchste Zahl bisher, und sie ist wieder zum Teil Abdeckung: In Thüringen lieferten fünf Landespolizeiinspektionen, die seit Ende September angebunden sind, ihren ersten vollen Monat (801 nach 500). In Nordrhein-Westfalen liest das System seit dem 10. Oktober das Landesportal mit vollem Text, das Sammelmeldungen in mehr einzelne Vorfälle zerlegt als der Anriss zuvor (1.299 nach 1.180). Baden-Württemberg (461 nach 345) und Rheinland-Pfalz (285 nach 178) legten über fast alle Pressestellen zu, ohne dass nennenswert Quellen hinzukamen; beide Länder sind erst seit wenigen Monaten dabei, ein Vergleich trägt dort noch nicht. Die fünf Kernländer Sachsen, Brandenburg, Bayern, Sachsen-Anhalt und Berlin, deren Meldungen seit November 2024 vorliegen (Berlin seit Januar 2025), kommen zusammen auf 2.994 Meldungen, sechs Prozent weniger als im September (3.184). Der Grund ist eine Störung: Das Polizeiportal Brandenburg antwortet seit dem Abend des 21. Oktober mit einer Fehlerseite; seither erreicht weniger als die Hälfte der üblichen Brandenburger Meldungen die Karte, im Monat 575 nach 751 im September. Sachsen liegt mit 1.171 Meldungen sechs Prozent unter dem Oktober 2025 (1.251), Sachsen-Anhalt mit 248 darüber (222), Berlin mit 134 deutlich über dem Vorjahr (88).
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<figure> <img src="https://tickerkarte.de/analysen/2026-10/grafik/laender.svg" alt="Meldungen je Bundesland — Oktober 2026" width="680" style="max-width:100%;height:auto"> <figcaption>Quelle: <a href="https://tickerkarte.de/analysen/2026-10">TICKERKARTE, Monatsanalyse Oktober 2026</a> (CC BY 4.0)</figcaption> </figure>
| Land | Oktober 2026 | September 2026 | Veränderung | Oktober 2025 | Orte |
|---|---|---|---|---|---|
| Nordrhein-Westfalen | 1.299 | 1.180 | Abdeckung gewachsen (31 neue Quellen) | – | 48 |
| Sachsen | 1.171 | 1.229 | Abdeckung gewachsen (1 neue Quelle) | 1.251 | 121 |
| Bayern | 866 | 835 | Abdeckung gewachsen (10 neue Quellen) | 618 | 60 |
| Thüringen | 801 | 500 | Abdeckung gewachsen (6 neue Quellen) | – | 46 |
| Brandenburg | 575 | 751 | Abdeckung gewachsen (0 neue Quellen) | 751 | 54 |
| Baden-Württemberg | 461 | 345 | Abdeckung gewachsen (6 neue Quellen) | – | 8 |
| Rheinland-Pfalz | 285 | 178 | Abdeckung gewachsen (15 neue Quellen) | – | 5 |
| Hessen | 263 | 291 | Abdeckung gewachsen (5 neue Quellen) | 1 | 7 |
| Sachsen-Anhalt | 248 | 219 | +13 % | 222 | 17 |
| Niedersachsen | 204 | 168 | Abdeckung gewachsen (24 neue Quellen) | – | 8 |
| Berlin | 134 | 150 | -11 % | 88 | 1 |
| Bremen | 60 | 83 | Abdeckung gewachsen (2 neue Quellen) | – | 2 |
| Hamburg | 59 | 56 | +5 % | – | 1 |
| Schleswig-Holstein | 42 | 53 | Abdeckung gewachsen (5 neue Quellen) | – | 2 |
| Mecklenburg-Vorpommern | 41 | 58 | Abdeckung gewachsen (1 neue Quelle) | 35 | 2 |
| Saarland | 8 | 13 | Abdeckung gewachsen (1 neue Quelle) | – | 1 |
Veränderung zum Vormonat nur dort, wo im Monat und im Vormonat keine Quelle hinzukam. „–“: kein Vorjahreswert, weil die Erfassung später begann.
Ein korrigierter September. Die September-Ausgabe nannte 6.413 Meldungen; heute zählt der September 6.109. Seit dem 12. Oktober werden Doppelmeldungen gelöscht, die dieselbe Lage über zwei Quellen liefern, und seit dem 22. Oktober wurden Meldungen, die der Nachbarstadt statt dem richtigen Ort zugeordnet waren, in den Wartebestand zurückgebucht. Die September-Ausgabe bleibt, wie sie erschienen ist; ihre Zahlen waren am Datenstand richtig und sind es als Dokument des damaligen Bestands noch.
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<figure> <img src="https://tickerkarte.de/analysen/2026-10/grafik/kategorien.svg" alt="Meldungen nach Kategorie — Oktober 2026" width="680" style="max-width:100%;height:auto"> <figcaption>Quelle: <a href="https://tickerkarte.de/analysen/2026-10">TICKERKARTE, Monatsanalyse Oktober 2026</a> (CC BY 4.0)</figcaption> </figure>
Worüber die Pressestellen schreiben. Verkehr bleibt bei einem Drittel (2.083). Einbruch stieg gegenüber dem September von 661 auf 793 Meldungen, ein Fünftel mehr, und Brand von 298 auf 341. Beides passt zur dunklen Jahreszeit, beides kommt aber zum Teil aus den neuen Volltextquellen. Diebstahl (1.013), Gewalt (706) und Raub (258) bleiben auf dem Niveau des Vormonats.
| Kategorie | Oktober 2026 | Anteil | September 2026 |
|---|---|---|---|
| Verkehr | 2.083 | 32 % | 2.051 |
| Diebstahl | 1.013 | 16 % | 984 |
| Sonstige | 820 | 13 % | 698 |
| Einbruch | 793 | 12 % | 661 |
| Gewalt | 706 | 11 % | 649 |
| Brand | 341 | 5 % | 298 |
| Raub | 258 | 4 % | 271 |
| Betrug | 220 | 3 % | 204 |
| Drogen | 207 | 3 % | 215 |
| Sexualdelikte | 76 | 1 % | 78 |
Bei den Themen sinken Fahrrad und Pedelec (554 nach 657) und E-Scooter (252 nach 320) mit der Saison; Schockanruf und Enkeltrick steigen leicht (107 nach 95). Zu Wildunfällen gibt es nur 20 Meldungen; für ein Stück zur Zeitumstellung reicht das nicht, auch wenn die Dämmerung im Pendlerverkehr der klassische Wildunfall-Moment ist.
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<figure> <img src="https://tickerkarte.de/analysen/2026-10/grafik/themen.svg" alt="Themen über alle Städte — Oktober 2026" width="680" style="max-width:100%;height:auto"> <figcaption>Quelle: <a href="https://tickerkarte.de/analysen/2026-10">TICKERKARTE, Monatsanalyse Oktober 2026</a> (CC BY 4.0)</figcaption> </figure>
| Thema | Oktober 2026 | September 2026 |
|---|---|---|
| Fahrrad und Pedelec | 554 | 657 |
| E-Scooter | 252 | 320 |
| Graffiti | 126 | 143 |
| Schockanruf und Enkeltrick | 107 | 95 |
| Hakenkreuze und verfassungsfeindliche Symbole | 42 | 60 |
| Wildunfälle | 20 | 24 |
| Geldautomaten | 7 | 12 |
| Lachgas | 2 | 1 |
| Drohnen | 2 | 5 |
Wer am meisten veröffentlicht. Die Polizei Brandenburg führt trotz Störung (575), dahinter die Direktionen Dresden (409), Chemnitz (234), Görlitz (219) und Zwickau (216). Unterfranken ist mit 325 Meldungen die aktivste bayerische Pressestelle, Mannheim mit 145 neu unter den ersten zehn.
| Behörde | Land | Meldungen |
|---|---|---|
| Polizei Brandenburg (Landesstrom) | Brandenburg | 575 |
| Polizeidirektion Dresden | Sachsen | 409 |
| Polizeipräsidium Unterfranken | Bayern | 325 |
| Polizeidirektion Chemnitz | Sachsen | 234 |
| Polizeidirektion Görlitz | Sachsen | 219 |
| Polizeidirektion Zwickau | Sachsen | 216 |
| Polizeiinspektion Halle (Saale) | Sachsen-Anhalt | 181 |
| Landespolizeiinspektion Jena | Thüringen | 173 |
| Polizeipräsidium München | Bayern | 149 |
| Polizeipräsidium Mannheim | Baden-Württemberg | 145 |
Wie gut die Verarbeitung war
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<figure> <img src="https://tickerkarte.de/analysen/2026-10/grafik/verortung.svg" alt="Wie genau die Meldungen auf der Karte liegen — Oktober 2026" width="680" style="max-width:100%;height:auto"> <figcaption>Quelle: <a href="https://tickerkarte.de/analysen/2026-10">TICKERKARTE, Monatsanalyse Oktober 2026</a> (CC BY 4.0)</figcaption> </figure>
4.085 Meldungen liegen straßengenau auf der Karte (63 Prozent, im September 59), 815 auf Stadtteilebene, 1.504 am Ortsmittelpunkt; 113 haben keinen Kartenpunkt (1,7 Prozent, im September 3,4). 6.513 der 6.517 Meldungen tragen eine Zusammenfassung des Sprachmodells. Die Hälfte der Meldungen kam über das Presseportal, dessen Abo-Mails nur den Anriss liefern; für Nordrhein-Westfalen, Mecklenburg-Vorpommern und Bremen liest das System seit Oktober die Landesportale mit vollem Text, für die Präsidien Oberbayern Süd die Presseberichte per Mail.
| Verarbeitung | Meldungen | Anteil |
|---|---|---|
| straßengenau verortet | 4.085 | 63 % |
| auf Stadtteilebene | 815 | 13 % |
| am Ortsmittelpunkt | 1.504 | 23 % |
| ohne Kartenpunkt | 113 | 2 % |
| mit Zusammenfassung des Sprachmodells | 6.513 | 99,9 % |
| Orte mit mindestens einer Meldung | 383 | |
| Kreise mit mindestens einer Meldung | 149 | |
| dokumentierte Korrekturen | 1 | |
| über Presseportal (Feed und Abo) (104 Quellen) | 3.197 | 49 % |
| über Medienservice Sachsen (5 Quellen) | 1.154 | 18 % |
| über Polizei Bayern (10 Quellen) | 764 | 12 % |
| über Polizei Brandenburg (1 Quellen) | 575 | 9 % |
| über polizei.nrw (16 Quellen) | 368 | 6 % |
| über Polizei Sachsen-Anhalt (2 Quellen) | 236 | 4 % |
| über Polizei Berlin (Feed) (1 Quellen) | 127 | 2 % |
| über Polizei Bayern (Inspektionsberichte per Mail) (6 Quellen) | 61 | 0,9 % |
| über polizei.bremen.de (1 Quellen) | 19 | 0,3 % |
| über polizei.mvnet.de (1 Quellen) | 16 | 0,2 % |
Eine Korrektur gab es im Oktober; sie steht in der Korrekturübersicht auf der Methodik-Seite.
Wie die beiden Stücke entstanden sind
Grundlage sind die Zusammenfassungen der Meldungen, die das Sprachmodell aus den Polizeitexten schreibt und die Alter, Fahrzeug, Verletzungsgrad und Promillewerte aus der Quelle übernehmen. Ein Programm zerlegt jede Zusammenfassung in Sätze und ordnet ein Alter nur dann einem Verkehrsmittel zu, wenn beides in derselben Wortgruppe steht („der 24-jährige E-Scooter-Fahrer“, „eine 61-Jährige mit ihrem Pedelec“, „Radfahrer (54)“, „ein 47-jähriger Renault-Fahrer“) oder der Satz genau ein Alter und genau ein Fahrzeug nennt und kein zweiter Fahrer vorkommt. Sätze mit zwei Altersangaben und nur einem Fahrzeug bleiben außen vor, weil dort unklar ist, wer fuhr. Das Geschlecht kommt aus der Grammatik („ein Jähriger“ männlich, „eine Jährige“ weiblich, „Fahrerin“ weiblich) und bleibt unbestimmt, wo der Satz es nicht hergibt; das betrifft 3 Prozent der Nennungen. Es ist eine zweiwertige, grammatische Zuordnung, keine Aussage über die Person.
Die Regeln wurden an 100 zufällig gezogenen Zuordnungen von Hand geprüft: In keinem Fall war das Verkehrsmittel falsch. Kleinkrafträder und Mopeds zählen zum Motorrad, E-Bikes zum Pedelec, Transporter zu keiner Klasse. Promillewerte werden als Zahl mit Komma vor dem Wort Promille gelesen; Atemalkoholwerte in Milligramm je Liter bleiben außen vor. Tatzeiten gelten nur, wenn die Meldung sie auf die Minute nennt. Alle Zahlen dieser Ausgabe sind am Datenstand eingefroren; die Daten zu jeder Grafik lassen sich darunter als CSV laden.
Grundlage: 6.517 veröffentlichte Polizeimeldungen mit Veröffentlichungsdatum im Oktober 2026, erfasst von TICKERKARTE. Die Zahlen sind am Datenstand eingefroren. Wie Meldungen erfasst, zerlegt und verortet werden, steht auf der Methodik-Seite; die Rohdaten gibt es unter Daten.
So zitieren Sie diese Ausgabe
Mathias Ziegler: „Oktober 2026: Wer auf dem E-Scooter sitzt, wer auf dem Pedelec, und wann die Polizei Betrunkene erwischt“. TICKERKARTE Monatsanalyse Oktober 2026, 03.11.2026, https://tickerkarte.de/analysen/2026-10 (Datenstand 03.11.2026, 18:15).
Die Adresse https://tickerkarte.de/analysen/2026-10 bleibt bestehen; die Zahlen dieser Ausgabe sind am Datenstand eingefroren und ändern sich nicht mehr. Zahlen, Tabellen und Grafiken stehen unter Creative Commons Namensnennung 4.0 International — Nennung „TICKERKARTE“ mit Link genügt. Der Text ist urheberrechtlich geschützt; Zitate mit Quellenangabe sind frei.
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