Durchsuchungen und Haftbefehle bei Abrechnungsbetrug im Gesundheitswesen
Donnerstag, 17. September 2026 · 10:00 Uhr
Betrug · Düsseldorf · Standortgenauigkeit: Stadt
Unter Leitung der Staatsanwaltschaft Wuppertal wurden am Donnerstag in mehreren Städten Nordrhein-Westfalens und Hessens zahlreiche Durchsuchungsbeschlüsse vollstreckt. Den 13 Beschuldigten im Alter zwischen 20 und 54 Jahren wird gewerbsmäßiger und bandenmäßiger Abrechnungsbetrug im Gesundheitswesen vorgeworfen: Sie sollen Leistungen für ambulante Intensivpflege abgerechnet haben, ohne diese tatsächlich oder vollumfänglich zu erbringen, teils durch nicht ausreichend qualifiziertes Personal. Der Schaden wird auf rund elf Millionen Euro geschätzt. Über 200 Einsatzkräfte durchsuchten Objekte in Düsseldorf, Dortmund, Wuppertal, Hagen, Oberhausen, Gelsenkirchen, Bottrop, Lüdinghausen, Duisburg, Mettmann, Monheim, Hürth und Kelsterbach. In einer Düsseldorfer Wohnung wurde ein pflegebedürftiges Kind in schlechtem Gesundheitszustand angetroffen, das in ein Krankenhaus kam; Jugendamt und Kinderschutzbund wurden informiert. Ein Haftbefehl gegen eine 39-jährige Frau wurde vollstreckt, gegen ihren 44-jährigen Ehemann wurde ein Haftbefehl beantragt. Eine 54-jährige Frau wurde wegen illegalen Aufenthalts festgenommen. Es wurden Vermögenswerte von insgesamt 5,9 Millionen Euro arrestiert, darunter hochwertige Autos (Maybach, Mercedes AMG, Lamborghini), Bargeld, Gold, Schmuck, Taschen und Uhren sowie Sicherungshypotheken von 3,3 Millionen Euro. Zudem fanden Beamte eine scharfe Schusswaffe, Munition, Marihuana und Anabolika sowie einen vermutlich zur Fälschung genutzten Arztstempel. Die Ermittlungen dauern an.
Quelle: Polizei Düsseldorf — Originalmeldung ansehen
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