Vermittler schickte Stellvertreter zu Sprachtests – zwei Männer in Haft

Montag, 9. Februar 2026 · 10:00 Uhr

Betrug · Nürnberg · Standortgenauigkeit: Stadt

Seit Oktober 2025 ermitteln Polizei und Staatsanwaltschaft in Nürnberg gegen mehrere Personen, die Deutsch- und Einbürgerungstests für andere ablegten. Ein 39-jähriger Vermittler organisierte Stellvertreter, die mit gefälschten Dokumenten die Prüfungen ablegten; Auftraggeber zahlten dafür zwischen 2.500 und 6.000 Euro. Im Januar 2026 wurde ein 22-Jähriger auf frischer Tat im Prüfungsraum festgenommen. Bei Durchsuchungen in Nürnberg und Hamm wurden zahlreiche Datenträger, gefälschte Aufenthaltstitel und Sprachtests, Bargeld und eine geringe Menge Betäubungsmittel sichergestellt. Gegen den Vermittler und den Stellvertreter wurden Untersuchungshaftbefehle erlassen; eine andere Dienststelle stellte im Dezember 2025 etwa 20 Stellvertreter auf dem Weg zu einer Sprachschule fest, zehn davon in einem Prüfungsraum. Die Ermittlungen dauern an und erstrecken sich auf das gesamte Bundesgebiet.

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Quelle: Polizeipräsidium Mittelfranken — Originalmeldung ansehen
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Samstag, 10. Oktober 2026
07:00
Nürnberg
Ein 41-Jähriger hat am Samstagmorgen gegen 09:00 Uhr am Infoschalter in der Mittelhalle des Nürnberger Hauptbahnhofs einen Rucksack abgegeben und behauptet, darin befinde sich eine Bombe. Anschließend entfernte er sich; die Polizei räumte die Mittelhalle und sperrte sie, während der Entschärfungsdienst den Rucksack untersuchte. Es wurde kein Sprengstoff gefunden, die Sperrung konnte gegen 10:00 Uhr aufgehoben werden. Gegen 11:45 Uhr erkannten Bundespolizisten den Mann im Hauptbahnhof und nahmen ihn fest. Er machte einen verwirrten Eindruck und war alkoholisiert, weshalb eine Blutentnahme durchgeführt wurde. Bei einer Wohnungsdurchsuchung fanden die Beamten keine Sprengmittel. Die Kriminalpolizei leitete ein Ermittlungsverfahren wegen Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten ein; die Staatsanwaltschaft stellte Haftantrag. Am Sonntag wird der Mann einem Ermittlungsrichter vorgeführt.